Was ist eine fondsgebundene Lebensversicherung?
Es handelt sich dabei um eine Lebensversicherung, die zusätzlich zu dem normalerweise üblichen Todesfallschutz, den Versicherten an einem Investmentfonds beteiligt. Das können Immobilienfonds, Aktienfonds, Rentenfonds oder gemischte Formen sein. Die Versicherungsleistung wird in Anteilen eines Fonds vereinbart, d.h. der Versicherungsnehmer hat die Möglichkeit Kursgewinne für sich zu nutzen, trägt aber auch das Risiko von Verlusten bei Kursabstürzen.
Da es sich um eine besondere Form der kapitalbildenden Lebensversicherungen handelt, besteht die Möglichkeit, durch das Investieren in Fonds, größere Renditen als bei einer reinen Kapitallebensversicherung zu erzielen. Das heißt aber andererseits auch, dass sich die Wertentwicklung nur schwer prognostizieren lässt. Die Versicherer geben deshalb auch keine Informationen über eine garantierte Ablaufleistung. Somit ist ein Vergleich äußerst schwierig. Einen Vergleich machen, könnte man nur in dem Fall, dass die Investitionen ausschließlich in Garantiefonds erfolgen. Dann ist die Nennung einer Ablaufleistung möglich.
Welche Fonds soll der Versicherer im Vergleich auswählen?
Grundsätzlich hat er die freie Wahl zwischen allen im Angebot befindlichen Fonds. Allerdings kann dies limitiert sein durch den Anbieter, d.h. die Versicherungsgesellschaft selbst, die nur eine bestimmte Palette von Fonds zulässt. Da auch negative Erträge erwirtschaftet werden können, lassen sich fondsgebundene Lebensversicherungen sehr schwer verkaufen oder beleihen. Ein Vergleich ist dabei unmöglich. Wenn, dann nur unter erheblichen Verlusten in Form von Sicherheitsabschlägen.
In zurückliegenden Jahren hat sich abgezeichnet, dass negative Erträge höchst selten zustande kommen. So kann man mit Fug und Recht behaupten, dass fondsgebundene Lebensversicherungen auf lange Sicht gesehen im Vergleich eine höhere Rendite erwarten lassen als reine Kapitallebensversicherungen. Das heißt, dass man bei fondsgebundenen Lebensversicherungen auf eine sehr lange Laufzeit achten oder mit derselben planen sollte, damit sich die Zinserträge rechnen. Vergleichen kann man bei fondsgebundenen Lebensversicherungen nur die Ausgabeaufschlagskosten, diese allerdings sind entscheidend, denn sie haben großen Einfluss auf die Rendite. Sie sind als steuerbegünstigte Kapitalanlagen durchaus nutzbar, wenn mindestens 60% der Gesamtlaufzeitbeträge erreicht werden.